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15. Augustinerkonzert: „Eine Reise nach Shanghai“

12.09.2014, 19 Uhr, Aula

„Eine Reise nach Shanghai“ - Trio Ya Dong, China (Pipa), Stephan König (Klavier), Wolfram Dix (Percussion) 

Die Pipa ist eine chinesische Laute oder Gitarre. Ihren Namen soll sie nach der Art und dem Klang des Zupfens haben. Aus ihrer ursprüngliche Heimat Zentralasien kommend, hat sie bereits früh in die chinesische Musik Eingang gefunden und wurde als höfisches Instrument schon vor mehr als 2000 Jahren gespielt. Sie wird von altersher „Königin der chinesischen Instrumente“ genannt.

Ya Dong wurde in der chinesischen Millionenstadt Shanghai geboren. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Pipa. Ihr erster Lehrer war der Pipa-Meister Gu Yugeng. Mit 13 Jahren gab sie ihr erstes Solokonzert. Von 1979 bis 1983 studierte Ya Dong an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Wegen ihres außergewöhnlichen Talentes wurde sie vom “Pipa-Papst“ Wei Zhongle als letzte Schülerin (Guan-Men-Di-Zi) aufgenommen. Noch während des Studiums gewann sie im Jahr 1982 den allerersten nationalen Wettbewerb für chinesische Instrumente und wurde vom zentralen Kulturministerium mit dem Nationalpreis  für “Pipa-Solo, Solisten auf chinesischen Instrumenten” ausgezeichnet.

Infos: www.yadongpipa.de

Rezension zum 14. Augustiner-Konzert: Leidenschaftlicher Auftritt mit träumerischen Nuancen

Florian Poser und Stephan König begeistern beim 14. Augustinerkonzert im Grimmaer Gymnasium

Der Fußboden im Kleinen Festsaal roch noch zu stark nach Lack, so dass das 14. Augustiner-Konzert am vergangenen Sonnabend in die Aula des Gymnasiums verlegt wurde. Und das war ein Glück: In diesem Klangraum konnten die zahlreichen Zuhörer diese Musik, die den Rahmen eines Kammerkonzertes bei Weitem sprengte, bei sommerlichen Temperaturen entspannter auf sich wirken lassen. Der ganze Saal atmete und schwang mit. Außerdem waren die beiden Künstler auf der Bühne bis in die letzte Reihe gut zu sehen, sinnlich-doppelter Genuss mit Florian Poser aus Oldenburg (Marimba, Vibraphon) und Stephan König aus Leipzig (Klavier).

Beide namhafte Solisten gründeten 2012 ein Duo und komponieren auch speziell für diese Besetzung, wie an diesem Abend zu hören war. Beginnend mit eher ruhigem Swing mit einem Hauch von Südsee steigerte sich die Musik über Tango und Blues in freier Virtuosität bis zu wahrlich furiosen Tönen. Die Titel, komponiert von Martin Flindt, größtenteils aber von Poser und König, hatten laut Programm träumerische Namen wie "Crossing Minds", "Childhood" oder "February Sky". Sie gingen ineinander über, so dass das Konzert im Wesentlichen aus zwei gigantischen Blöcken vor beziehungsweise nach der Pause bestand - eine enorme Leistung der Virtuosen! Stephan König hämmerte bisweilen leidenschaftlich mit vollem Einsatz in die Tasten. Florian Poser ließ in jeder Hand zwei Schlägel wirbeln, dass das Auge nicht hinterherkam. Doch wirkten beide immer absolut entspannt. Man spürte ihre Freude am Zusammenspiel, und die Zuschauer hatten großen Spaß daran, wie sich beide improvisierend die Töne zuwarfen. Natürlich war nach rhythmischem Beifall eine Zugabe gefordert. Auf Königs Frage nach dem Wunsch kam die eindeutige Aufforderung aus dem Publikum: "Einfach losspielen!"

Florian Poser wechselte in diesem Konzert zwischen Marimba und Vibraphon. Das Vibraphon als klassisches Jazzinstrument klingt metallisch und atmosphärisch, die Marimba mit hölzernen Klangstäben klingt dunkler und voller. Erste Aufzeichnungen über das Instrument datieren von 1352 aus Mali. Als Resonanzröhren dienten klassisch Flaschenkürbisse. Dann zog die Marimba um den Erdball und ist heute vor allem in Südamerika beheimatet. In die weite Welt wird König der Augustinerkonzerte auch beim nächsten Mal entführen: Am 12. 9., anlässlich des Stiftungsfestes, geht es mit der Chinesin Ya Dong, mit Pipa, Piano und Percussion, nach Shanghai. (von Beate Bahnert)

14. Augustiner-Konzert

Duo Florian Poser (Vibraphon, Marimbaphon) / Stephan König (Klavier)

Florian Poser gilt als einer der interessantesten und renommiertesten Vibraphon- und Marimbaphon-Virtuosen in Deutschland. Er wurde 1954 in einer Musikerfamilie in Hamburg geboren. 1977-81 studierte er klassisches Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Anschließend erhielt er Unterricht bei den Vibraphonisten Wolfgang Schlüter und Tom van der Geld, er vervollständigte seine Ausbildung auf verschiedenen Workshops bei führenden Vertretern dieses Instruments, wie Gary Burton, David Friedman und David Samuels. Seine zahlreichen musikalischen Aktivitäten wurden durch verschiedene Kompositionspreise, Stipendien und Auszeichnungen. Im Konzert erklingen Duo-Kompositionen von Florian Poser und Stephan König.

Foto: S. König und F. Poser

Franz Schubert: Winterreise - Augustinerkonzert am 16. November im Gymnasium St. Augustin zu Grimma

Er verbinde in diesem Hause immer ein gutes Gefühl und sei deshalb besonders gern in seine ehemalige Schule gekommen, um hier Schuberts „Winterreise“ zu interpretieren, erzählte Bariton Jochen Kupfer, der hier 1987 das Abitur abgelegt hatte.
Stephan König, der Nestor der Augustinerkonzerte, hatte zur 13. Veranstaltung den in Grimma aufgewachsenen und inzwischen in den Konzertsälen dieser Welt beheimateten Künstlerkollegen hierher gebracht und begleitete ihn so virtuos wie sensibel auf dem Blüthner-Flügel. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula dankte es mit beinahe atemlosen Lauschen vom Anfang bis zum Ende des 24-teiligen Liederzyklus und spendete dann herzlichen Applaus. Im Saal überwog silbernes Haar unter den Grimmaern, die der vom Augustinerverein initiierten Konzertreihe die Treue halten. Da befremdete es schon, wenn das gebildete, ergriffene Konzertpublikum noch nicht einmal den letzten Ton verklingen ließ und sofort mit frenetischem Beifall losstürmte, der verdientermaßen mehrere „Vorhänge“ einforderte.
Franz Schubert (1797―1828) vertonte die romantisch-depressiven Gedichte seines Zeitgenossen Wilhelm Müller ein Jahr vor seinem Tod. Sie begleiten einen einsamen Wanderer, der seine Liebste zurücklässt. Die Hoffnung fällt mit dem letzten Blatt, heiße Tränen schmelzen den Schnee. Meisterhaft setzt Schubert das Wechselbad der Gefühle um, liebliche Träume wechseln mit schneidendem Schmerz, über allem liegt das verzweifelte Verlangen nach Ruhe. Auch das wohl bekannteste Lied „Der Lindenbaum“ wird oft mit Todessehnsucht in Verbindung gebracht. Kein Wunder, Franz Schubert war in seinem Leben zutiefst unglücklich. Mit sparsamen, doch beredten Gesten unterstrich Jochen Kupfer seine innige vokale Interpretation. Wer sich auf die herbstliche Melancholie einließ, wurde mit der Zugabe von „Wanderers Nachtlied“ belohnt, das nach der schwermütigen Lebenswanderung Trost auf den Heimweg mitzugeben vermochte. Ein wunderbares, zur Jahreszeit passendes Konzert in der Reihe, deren Fortsetzung mit Spannung erwartet wird.
Beate Bahnert

13. Augustiner-Konzert (16.11.2013, 19 Uhr)

Jochen Kupfer (Bariton) singt „Die Winterreise“ - Liederzyklus von Franz Schubert (op.89) nach Texten von Wilhelm Müller. Am Klavier: Stephan König

Bereits mit neun Jahren erhielt Jochen Kupfer Gesangsunterricht an der Musikschule seines Heimatortes Grimma. Nach der Ausbildung am Gymnasium St. Augustin Grimma studierte er an der Hochschule für Musik Leipzig. Liederabende und Konzerte führten ihn durch ganz Europa, Japan, Brasilien, Hong Kong, Israel und in die USA (San Francisco, Carnegie Hall New York).
Jochen Kupfer ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Lincoln Center Festival New York, Festival of Early Music in Boston und dem Menuhin Festival Gstaad.