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Aktuell

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1. Platz: Kurs 11 Rüdiger

2. Platz: 5/1 Klähnhammer

3. Platz: 6/3 Menzel

3. Platz: Kurs 11 Hambsch

Wer die Gewinnerfotos sehen möchte, kann gern bei Frau Dreißig oder im Sekretariat erfragen, ob noch Augustiner Blätter zu ergattern sind. Preis 6 €.

Besucht auch die Schülerzeitung:

==> www.augustiner.ga

Aktuelle Fahrplanänderungen sind künftig immer unter INFORMATION zu finden.

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Termine

Die nächste Studienberatung durch Frau Obendorf von der Agentur für Arbeit findet am DIENSTAG, 23.11.2021 in der Direktorenwohnung neben S 06 statt. Für einen Termin kann man sich in die Liste gegenüber dem Lehrerzimmer eintragen.

25. Augustiner-Konzert

Augustiner-Weihnachts-Sonderkonzert 

Alte Volkslieder und besinnliche Adventslieder 

 

  • Martin Petzold, Tenor (Oper Leipzig)
  • Martin Hoepfner, Gitarre 
  • Stephan König, Klavier 

 

Eine besinnliche musikalische Einstimmung auf des Weihnachtsfest mit Adventsliedern und alten Volksliedern – vorgetragen von Kammersänger Martin Petzold, sensibel begleitet vom Grimmaer Martin Hoepfner (Gitarre) und Stephan König am Klavier.

23. Augustiner-Konzert: "Im Rausch der Tiefe"

Kontrabaß und Tuba - zwei Instrumente der tiefen Töne - bilden im Orchester meist das Klang-Fundament für andere. Frithjof-Martin Grabner (Professor an der HMT Leipzig) und Bernd Angerhöfer (MDR-Sinfonieorchester) spielen in diesem Konzert solistische Werke und zeigen die überraschend vielseitigen musikalischen und klanglichen Möglichkeiten der Instrumente.

(Foto: B. Angerhöfer)

(Foto: F. Grabner)

(Foto: S. König)

22. Augustiner-Konzert: "Eine spanische Nacht"

Sonnabend, den 05.03.2016

Kleiner Festsaal im Gymnasiums St.Augustin zu Grimma

Eine einzigartige Mischung aus Sentiment und Temperament - spanische Musik mit Anklängen von Flamenco, Malagueña und Jota - dargeboten in einer virtuosen Duo-Konstellation mit dem preisgekrönten spanischen Cellisten Fermín Villanueva. Es erklingen Werke von Manuel de Falla, Enrique Granados, Astor Piazzolla, Stephan König u.a.

(Foto: Werbung Augustiner-Konzert)

(Foto: Cellisten Fermín Villanueva)

(Foto: Stephan König)


Augustiner-Weihnachts-Sonderkonzert

Alle sind herzlich eingeladen!

Melancholie und Lachtränen mit Bernd-Lutz Lange

Augustiner-Weihnachts-Sonderkonzert am 12. Dezember im Gymnasium St. Augustin zu Grimma

Grimma. Bernd-Lutz Lange in Grimma vorzustellen hieße Wasser in Mulde und Pleiße tragen. Das Gleiche gilt für Stephan König, den treibenden Geist der Augustinerkonzerte. Beide Hausgenossen – denn sie wohnen im selben Haus im Leipziger Süden – kamen wieder einmal zusammen ins Moldanum, um dem bewährten Publikum in bewährter Weise einen vergnüglichen Abend zu bieten. „Nischd wie hin“, sagten die Grimmaer, so dass die Veranstaltung beizeiten ausverkauft war. Das Buch mit dem gleichnamigen Titel, in dem Bernd-Lutz Lange und sein Kabarettistenkollege Tom Pauls ihre sächsischen Lieblingsorte vorstellen, braucht zumindest in Grimma kaum Werbung. Ein Raunen ging durch die Reihen, als Bernd-Lutz Lange vom Göschenhaus als seinem Lieblingsplatz sprach und an die legendäre pfeifeschmauchende Sturm-Francke (gest. 1980) erinnerte, die er persönlich gekannt hatte. 

Lange ist selbst 71 Jahre alt. Den großen Teil des Abends durchzog eine leise, doch keineswegs traurige Melancholie, als BLL in seinem unverwechselbaren Vortragsstil Zeiten zwischen Kartoffelkäfern und „Wattfraß“, Magermilch und langen Strümpfen auferstehen ließ. Das gestrickte Leibchen, eine „Schande für jeden Jungen“, „kratzte wie Sau, un erscht das Gebiebel mit den Knöbbeln!“ Bei den meisten im kleinen Festsaal weckte das persönliche Erinnerungen, sie schienen sogar die Zwickauer Lehrertypen in Grimmaer Schulstuben erlebt zu haben. So komisch zeigt sich eben nur die Wirklichkeit. Bernd-Lutz Lange ist aus gutem Grund Kabarettist geworden. Auf die Umwege der Berufsfindung des in Zwickau Aufgewachsenen lässt man sich rückschauend nur zu gern mitnehmen. Stephan König kommentierte am Piano mit den passenden Improvisationen, etwa mit „In the Mood“, „Als ich fortging“ oder „Solo Sunny“. 

Es ist der Humor als besonderer Blick auf die Wirklichkeit, auf die Geschichte, den Alltag und sich selbst, die so unverfälschte wie kulturvolle Authentizität des Ur-Sachsen, die das Publikum an Bernd-Lutz lange so mag, bis hin zum Radeberger, mit dem er sich beim Vortrag ab und zu die Kehle anfeuchtete. So kann man über die Vergangenheit ebenso wie über die Gegenwart lachen, ohne dass das Lachen im Halse stecken bleibt. Aber hinter Langes künstlerischem Schaffen steckt noch mehr: Wahrhaft genial z. B. die Kabarettszene „Utopie“ (1988), in der er mit seinem Partner Gunter Böhnke durchspielt, was gewesen wäre, wenn die Amerikaner 1945 in Leipzig geblieben wären. Böhnke kommt aus Dresden, dem tiefsten Osten, zu Besuch nach Leipzig-West. Prophetisch-gespenstisch, denn zwei Jahre später wurden die „Büchse Bier“ auf dem Hauptbahnhof und C&A in der Petersstraße Wirklichkeit...

Sein Leben lang sammelt Bernd-Lutz Lange Witze und analysiert, dass diese kleine literarische Form immer mehr verlorengeht. So verabschiedete er das Publikum mit „ein paar Schnerzchen“ aus seinem Anekdotenbuch „Das Leben ist ein Purzelbaum“. Mit Tränen in den Augen kamen viele, um sich Bücher signieren zu lassen – es waren Lachtränen.

Beate Bahnert

LVZ Muldentalzeitung, 14. 12. 2015

Tango a la carte: 18. Augustinerkonzert im Gymnasium St. Augustin in Grimma

Von Beate Bahnert

Der ungewöhnliche Konzerttermin, Anfang der Woche in der Aula von St. Augustin, krönte das 465. Stiftungsfest der Schule, die am 14. September 1550 als Landesschule gegründet worden war. Da dem ehrwürdigen klassizistischen Ensemble zur Zeit Handwerker den Hof machen, war der Eingang zur Aula zwar schwer zu finden, der Zugang zu den meisten Musikstücken dagegen sehr leicht. Der bewährte Meister der Augustinerkonzerte Stephan König hatte sich mit "Tango a la carte" wieder etwas Besonderes einfallen lassen: Er brachte das von ihm 1998 gegründete LeipJAZZig-Orkester nach Grimma. Ungewöhnlich wie der Name des Klangkörpers ist auch dessen Besetzung mit 14 Solisten, von denen jeder mehrere Instrumente schlägt, bläst oder streicht. So lässt sich unschwer vorstellen, welche Dynamik auf der so bevölkerten Bühne herrschte. 

Jeder Solist der Kult-Band hatte natürlich auch seinen Solopart, der vom Publikum begeistert gewürdigt wurde. Erstaunlich, dass der Flügel überhaupt noch Platz hatte, von dem aus Stephan König die Szene beherrschte. Der Solist des Abends war Tobias Morgenstern mit seinem Akkordeon, auf den das Programm zugeschnitten war.

Die meisten Leckerbissen der musikalischen Karte hat der Argentinier Astor Piazzolla (1921\u22121992) komponiert, der Vater des Tango Nuevo, des konzertanten Tangos. Piazzolla wurde mit seinem Bandoneon berühmt. Das Akkordeon erfüllte dessen Part ebenbürtig, und das Publikum wurde Zeuge davon, welche besonderen Töne Tobias Morgenstern dem Instrument entlockte: kraftvoll leidenschaftlich, perlend virtuos oder leise verhauchend. Bisweilen fühlte man sich an die südfranzösische Küste versetzt.

Überhaupt brachte das Orchester mit seinen Solisten äußerst vielfältige Klangvarianten hervor, überraschend sogar mitten in den einzelnen Stücken wechselnd. Ab und zu hetzte man atemlos durch dramatische Klangwelten mit schneidenden Klängen, dann schmeichelte wieder Bigbandsound, tänzelte und wiegte das Akkordeon. 

Die Füße der Zuhörer wippten, die größtenteils ergrauten Köpfe nickten. Bereits beim anfänglichen Zitat von "Satisfaction" kribbelte es in den Fingern als Hinweis darauf, dass man von dieser Musik nicht genug kriegen kann. 

Das Konzert war ausverkauft, das Publikum außer Rand und Band. Nachdem das Orchester quasi von der Bühne geflohen war, zeigte sich Stephan König, der selbstverständlich alle Stücke bearbeitet oder (mit-)komponiert hatte, auch als Zauberer der Inszenierungskunst: Mit Tobias Morgenstern allein und einem ganz sachte verspielt-verjazzten "Guten Abend, gut Nacht" wurden die glücklichen Gäste in den Sommerabend entlassen.